Funktionsweise
- Erste Zwischenfrucht: Eine spätsommerliche, nicht überwinternde Zwischenfrucht (z. B. eine Mischung aus Phacelia, Senf, Ölrettich) wird ausgesät. Sie wächst für ca. 6–7 Wochen und wird vor der Samenreife flach in den Boden eingearbeitet, was die sogenannte Flächenrotte einleitet.
- Zweite Zwischenfrucht: Nach der Einarbeitung der ersten Kultur wird eine winterharte Zwischenfrucht (z. B. eine Mischung aus Grünroggen und Wicken) ausgesät. Diese verbleibt über den Winter und schützt den Boden.
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Frühling: Im Frühjahr wird die winterharte Zwischenfrucht vor der Hauptkultur eingearbeitet, was den Boden für die nächste Wachstumsphase vorbereitet.
- Erhöhte Nährstoffanreicherung: Die zweimalige Anreicherung mit organischer Masse verbessert die Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit nachhaltig.
- Verbesserte Bodenstruktur: Durch die unterschiedlichen Wurzelstrukturen der beiden Pflanzen wird der Boden besser durchwurzelt und die Wasserfiltrationskapazität erhöhtAktivierung des Bodenlebens: Die durch die zweifache Flächenrotte angereicherte Bodenmikrobiologie bietet eine gute Grundlage für das Wachstum der Folgekultur.
- Vielseitigkeit: Die Methode ist besonders effektiv vor Kulturen, die erst ab Mitte April gesät werden.
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Vorteile der doppelten Zwischenfrucht
Hinweise zur Praxis
- Timing: Die erste Aussaat erfolgt idealerweise Ende Juli/Anfang August. Der Zeitpunkt der Einarbeitung der ersten Zwischenfrucht ist entscheidend und sollte vor der Samenreife liegen.
- Bodenverjünger: Der Einsatz von Bodenverjünger-Produkten kann die Flächenrotte und Nährstoffbindung zusätzlich unterstützen